Kleine, lokale Kioske sind für viele Nachbarschaften wichtige Anlaufpunkte. Sie bieten Snacks, Getränke und Alltagsprodukte direkt vor Ort und leben oft von der Nähe zu ihren Kunden. Gleichzeitig stehen viele Betreiber vor der Herausforderung, dass ein durchgehender 24/7-Betrieb personell und wirtschaftlich kaum realisierbar ist.
Am Beispiel des Kiosks KDC2GO wurde deshalb ein hybrides Zugangskonzept umgesetzt. Die dafür entwickelte shelly-kiosk-app ermöglicht einen kontrollierten, protokollierten Zugang außerhalb der regulären Öffnungszeiten. Das System ist dabei nicht auf diesen einen Standort beschränkt, sondern kann grundsätzlich auch in anderen Kiosken, kleinen Läden oder ähnlichen 24/7-Konzepten eingesetzt werden.
Gerade abends, an Wochenenden oder an Feiertagen besteht häufig Nachfrage nach Getränken, Snacks und kleineren Alltagsartikeln. Für Betreiber ist es jedoch schwierig, diese Zeiten dauerhaft mit Personal abzudecken.
Gleichzeitig ist es keine Option, einen Laden außerhalb der Öffnungszeiten einfach ungesichert zugänglich zu machen. Es braucht also eine Lösung, die Kunden den Zutritt ermöglicht, ohne dass dauerhaft Personal vor Ort sein muss — und bei der trotzdem nachvollziehbar bleibt, wer den Laden wann betreten hat.
Für KDC2GO wurde mit der shelly-kiosk-app ein digitales Zugangssystem entwickelt, das smarte Türsteuerung, chayns®-basierte Nutzeridentifikation und ein Admin-Dashboard miteinander verbindet.
Ziel war es, den Zugang für Kunden möglichst einfach zu halten und dem Betreiber gleichzeitig Kontrolle über Öffnungszeiten, Türstatus und Zugangsprotokolle zu geben.
An der Eingangstür des Kiosks wurde ein elektrischer Motorzylinder installiert. Die Ansteuerung erfolgt über ein smartes Shelly-Relais, das in die vorhandene Elektrik integriert wurde.
Über einen digitalen Impuls kann die Tür für wenige Sekunden entriegelt werden. Dadurch bleibt die bestehende Türlösung erhalten, wird aber um eine digitale Steuerungsmöglichkeit erweitert.
Außerhalb der regulären Öffnungszeiten scannen Kunden einen QR-Code am Eingang. Anschließend öffnet sich eine schlanke Web-App im chayns®-Umfeld.
Nach Bestätigung der Hausordnung kann der Kunde den Öffnungsvorgang auslösen. Der Befehl wird serverseitig verarbeitet und anschließend an das Shelly-Relais weitergegeben. Die Tür wird kurzzeitig entriegelt und der Kunde kann den Kiosk betreten.
Durch die Anmeldung im chayns®-Umfeld ist der Zugang nicht anonym, sondern einem Nutzer zuordenbar.
Für den Betreiber wurde zusätzlich ein Admin-Dashboard umgesetzt. Darüber lassen sich die wichtigsten Funktionen zentral steuern.
Dynamische Öffnungszeiten
Der Betreiber kann festlegen, wann der Kiosk regulär geöffnet ist, wann der unbeaufsichtigte Zutritt per QR-Code möglich ist und wann der Laden vollständig geschlossen bleibt.

Automatische Türsteuerung
Ein Hintergrunddienst überwacht die hinterlegten Zeiten und steuert die Tür entsprechend. Während der regulären Öffnungszeiten kann die Tür automatisch freigegeben werden. Nach Ladenschluss wird sie wieder verriegelt.
Manuelle Steuerung
Bei Bedarf kann die Tür auch aus der Ferne manuell geöffnet oder gesperrt werden. So bleibt der Betreiber flexibel, ohne direkt vor Ort sein zu müssen.
Zugangsprotokoll
Alle Öffnungsvorgänge werden protokolliert. Erfasst wird unter anderem, wer die Tür wann und auf welchem Weg geöffnet hat. Auch manuelle Öffnungen durch Administratoren werden dokumentiert.

Mit der Umsetzung kann KDC2GO seine Verfügbarkeit deutlich erweitern, ohne dauerhaft zusätzliches Personal einsetzen zu müssen. Kunden erhalten auch außerhalb klassischer Öffnungszeiten Zugang, während der Betreiber weiterhin Kontrolle und Transparenz über alle Zutritte behält.
Die shelly-kiosk-app zeigt, wie sich bestehende Kiosk- und Einzelhandelskonzepte mit überschaubarem technischen Aufwand digital erweitern lassen. Sie kann als Grundlage für weitere Smart-Kiosk- oder 24/7-Zugangskonzepte dienen — überall dort, wo ein kontrollierter Zugang außerhalb regulärer Öffnungszeiten sinnvoll ist.